Buchtipp: Die Tortenhexe

Nicole Röndigs: Die Tortenhexe

Mal wieder hat die Hexe schlechte Laune! Kein Wunder – sie wohnt in einem Lebkuchenhaus. Und wieso das mürrisch macht? Na ja, so ein schmackhaftes Haus ist zwar prima, um leckere Kinder anzulocken, aber zum drin Wohnen ist es ziemlich unpraktisch. Dauernd picken Vögel an den Dachziegeln, und Eichhörnchen knabbern die Wände an! Doch eines Tages tauchen Greta und Henry im Wald auf und stellen der Hexe die entscheidende Frage: »Wenn du ein Haus aus lauter Lebkuchen hast, wieso isst du dann ausgerechnet Kinder?« Da fällt es der Hexe wie Kekse von den Augen: Damit beginnt für sie das zuckersüße Leben! Ob das auch die miesepetrige Laune der Hexe verbessern kann?

katja Gehrmann (Illustration)

Bilderbuch für Märchenfans ab 4 Jahren


Über die Autorinnen und Autoren

Nicole Röndigs, geboren 1975 in Stade, ist Autorin und Journalistin und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Hamburg. Seit vielen Jahren schreibt sie Artikel und Geschichten für Kinder, unter anderem für das Magazin GEOLINO und die Radiosendung »Ohrenbär«.

Katja Gehrmann, geboren 1968, studierte in Mexiko, Spanien und an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Illustration. Für ihre Illustrationen hat sie zahlreiche Preise gewonnen, so den »Goldenen Apfel« der Biennale in Bratislava und das Troisdorfer Bilderbuch-Stipendium.

Grafik: cbj Kinderbücher


Pressestimmen

Ein liebevoll illustriertes Kinderbuch, das […] große und kleine Leser mitnimmt auf eine humorvolle Exkursion in den Märchenwald.

Stadt Rundschau Ostfildern über »Die Tortenhexe«, 04.12.2025

[…] Vergnügen für gemeinsame Vorlesestunden.

buch.zeit über »Die Tortenhexe«, 01.12.2025

Eine wunderbare Geschichte, die Motive aus Hänsel und Gretel und 1001 Nacht vereint. Die lebendigen, knallbunten Illustrationen tragen entscheidend zum Lesevergnügen bei.

evangelisch lesen über »Die Tortenhexe«, 01.12.2025

Rezensionen

Wundervolle und humorvolle Interpretation von Hänsel und Gretel

Hörnchens Büchernest (11.11.2025)

Meinung: Die Tortenhexe ist einer dieser Titel, bei denen mein dreijähriger Sohn sofort vom farbenfrohen Cover angesprochen wurde. Die Hexe lebt alleine im tiefen Wald und hat schlechte Laune. Denn ihr Lebkuchenhaus wird jeden Tag aufs Neue von den verschiedenen Tieren des Waldes angeknabbert. Und auch wenn es regnet, muss sie ihr komplettes Haus abdecken, damit es nicht wegschmilzt. Als dann auch noch zwei kluge Kinder auftauchen und gar nicht daran denken, von der Hexe gegessen zu werden, ist guter Rat teuer. Doch zum Glück haben Greta und Henry eine richtig tolle Idee, die das Leben der Hexe komplett verändert. Die Geschichte ist natürlich an Hänsel und Gretel angelehnt, verfolgt aber eine ganz andere Vorgehensweise, die einen unglaublich humorvollen Unterton ausstrahlt. Die Vorstellung von einer Hexe, die plötzlich lieb wird und für ihr Leben gerne Torten backt, hat nicht nur mir wahnsinnig gut gefallen, sondern auch meinem Sohn. Tatsächlich mussten wir diesen Titel nun gefühlt schon zigmal lesen und er kann dennoch einfach nicht genug von der Geschichte bekommen. Neben der ansprechenden Handlung sind es aber auch die sehr farbintensiven Bilder von Illustratorin Katja Gehrmann die für ein tolles Leseerlebnis sorgen. Sei es das Lebkuchenhaus, die verschiedenen Charaktere oder die vielen Torten. Alles wurde mit sehr viel Liebe gezeichnet. Fazit: Ein herzerwärmendes Abenteuer darüber, dass man nur einmal den Mut aufbringen muss, um seine Komfortzone zu verlassen und sein Leben zu ändern. Eine wundervolle Neuinterpretation des Märchens Hänsel und Gretel, die mein Sohn und ich hier lesen durften.


Ein Buch, das zwar typische Elemente eines Märchens aufgreift – Hexe, Lebkuchenhaus, Kinder im Wald – aber durchgehend humorvoll und völlig ungruselig bleibt. Die Sprache ist so liebevoll und witzig, dass sie sofort den Humor der Kinder trifft.

Abenteuer Kindsein (06.11.2025)

Schon Titel und Cover kamen bei den Zwillingsmädchen richtig gut an. Ich musste das Buch tatsächlich fünfmal hintereinander vorlesen, danach haben sie es sogar noch nachgesprochen. Das zeigt schon, wie sehr sie die Geschichte begeistert hat. „Die Tortenhexe“ ist ein wunderschönes Vorlesebuch, das lose an Hänsel und Gretel erinnert, aber viel humorvoller und kindgerechter erzählt ist. Die Hexe wohnt in einem Lebkuchenhaus, was sich zunächst traumhaft anhört, in der Praxis aber gar nicht so praktisch ist. Ständig knabbern Eichhörnchen, Vögel und andere Waldbewohner an den Wänden und sie kommt kaum zur Ruhe. Eigentlich möchte sie Kinder anlocken, denn sie hat einen großen Appetit auf Süßes und Kinder stehen da auf ihrer Wunschliste ziemlich weit oben. Nur leider steht das Haus zu weit im Wald, als dass jemand vorbeikäme. Bis sich eines Tages Henry und Greta verlaufen. Doch anstatt gefressen zu werden, kommen die beiden mit der Hexe ins Gespräch, bringen ihr das Kuchenbacken bei und überreden sie, mit ins Dorf zu kommen. Auch wenn im Buch Sätze vorkommen, die theoretisch gruselig klingen könnten, ist die Geschichte in keiner Weise unheimlich. Sie ist witzig, charmant und trifft genau den Humor der Kinder. Besonders die Szenen, in denen die Tortenhexe eine Wasserpistole benutzt oder droht, die Kinder in die Pfanne zu hauen, sorgen jedes Mal für großes Gelächter. Am Ende findet die Hexe natürlich eine viel bessere Beschäftigung. Sie eröffnet ein Tortencafé, entdeckt ihre Leidenschaft fürs Backen und merkt, dass Kuchen eindeutig besser schmecken als Kinder. „Die Tortenhexe“ ist für uns ein rundum gelungenes Vorlesebuch. Humorvoll, liebevoll illustriert und mit einer Geschichte, die Kinder sofort fesselt und Eltern genauso viel Spaß beim Vorlesen macht.


Lieber Kuchen statt Kinder

Erlesene Seiten (26.09.2025)

Mit „Die Tortenhexe“ präsentieren Nicole Röndigs und Katja Gehrmann ein weiteres Bilderbuch, das klassische Märchenmotive aufgreift und dabei herrlich verdreht. Schon beim Vorgänger „Der Marmeladenwolf“ hat das Duo bewiesen, wie viel Spaß es macht, vermeintlich gruselige Gestalten mit einer Portion Humor und einer Vorliebe für Süßes neu zu erfinden. Die Idee hinter der Geschichte ist genial einfach: Die Hexe aus dem Lebkuchenhaus ist ständig schlecht gelaunt. Aber nicht etwa, weil sie Hunger auf Kinder hätte, sondern weil ihr Häuschen einfach unpraktisch ist. Vögel knabbern am Dach, Eichhörnchen machen sich an den Wänden zu schaffen und dauernd bröselt etwas weg. Dass da die Stimmung im Keller ist, versteht jedes Kind sofort. Erst als Greta und Henry im Wald auftauchen und die eine Frage stellen, die Generationen von Kindern zuvor sich beim Lesen des Märchens immer gestellt haben: „Wenn du ein Haus aus Lebkuchen hast, warum isst du dann Kinder?“, wendet sich das Blatt und für die Hexe beginnt endlich ein süßes Leben. Statt moralisch schwer oder belehrend zu wirken, bleibt die Geschichte angenehm leichtfüßig. Sie setzt auf Witz und überraschende Wendungen, sodass man beim Vorlesen immer wieder ins Schmunzeln gerät. Gerade diese Mischung aus frechem Humor und kindlicher Logik macht den besonderen Reiz aus. Sehr interessant sind auch die Illustrationen von Katja Gehrmann. Ihre Bilder sprühen vor Energie, sind bunt, krell und irgendwie speziell. Die Hexe wirkt trotz ihrer Miesepetrigkeit sympathisch, fast sogar ein bisschen liebenswert. Greta und Henry sind frech und ziemlich pfiffig. Sie trauen sich, der Hexe die entscheidende Frage zu stellen und sie mit süßen Rezepten abzulenken. Statt Angst und Schrecken herrscht am Ende Genuss, Lachen und Freude. Das ist nicht nur für Kinder eine schöne Botschaft. Wer „Der Marmeladenwolf“ mochte, wird auch mit der „Tortenhexe“ seinen Spaß haben. Beide Bücher sind wunderbar geeignet für fröhliche Vorlesestunden, bei denen man garantiert zusammen lacht und Lust bekommt, nach dem Lesen selbst einen Kuchen zu backen. Ein humorvolles, liebevoll illustriertes Bilderbuch, das bekannte Märchenfiguren in einem neuen Licht zeigt. Es nimmt Kindern die Angst vor der Hexe im Lebkuchenhaus und macht sie stattdessen zu einer herrlich schrulligen Figur, die man einfach gernhaben muss.


Kuchenliebe

Tigerluna (21.09.2025)

„Die Tortenhexe“ ist ein Bilderbuch von Nicole Röndigs mit Illustrationen von Katja Gehrmann. Schon als ich das Cover gesehen habe, wusste ich, dass sieht vielversprechend aus. Hänsel und Gretel neu ausgedacht: mutige Kinder und eine hungrige Hexe gibt es dennoch. Henry und Greta zeigen der Tortenhexe wie süß das Leben sein kann. ACHTUNG SPOILER: Happy End für alle im Anmarsch. 🙂 Die Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen. Die Texte sind leicht verständlich und insgesamt auch nicht zu lang. Geeignet ist das Buch am einem Alter von 4 Jahren. Die Illustrationen sind super geworden. Der Stil passt wie die Faust aufs Auge zur Geschichte. Ich mag vorallem auch die ansprechend Farbtonkombinationen, die hier gewählt wurden. Spritzig, witzig, erfrischend! Tolle Neuinterpretation! Kann ich sehr empfehlen.


Bibliographie

Autor:in, Illustrator:inNicole Röndigs
Seiten40 Seiten, gebunden, illustriert von Katja Gehrmann
EANISBN 978-3-570-18274-1
Sprachedeutsch
erschienen beiPeter Hammer Verlag
Erscheinungsdatum2025
Altersfreigabeab 4 Jahre
Kinderbuchhandlung Schmetz am Dom
Grafik: Kinderbuchhandlung Schmetz am Dom

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Buchtitel: Hexe mit zwei Kindern. Grafik: cbj Kinderbücher


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