Fafnir

Ausstellung: Aachen und das Auto

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Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen

Ausstellung

Vom fauchenden Fafnir zum Fahrzeug der Zukunft

Aachen und das Auto, 11. September 2016 – 19. Februar 2017

Eröffnung: Sonntag, 11. September 2016, um 12.00 Uhr

Automobilstadt? Da denken die meisten an Wolfsburg oder Rüsselsheim. Dass auch Aachen einbedeutender Standort der Automobilindustrie war und ist, wissen die wenigsten. Das wird sich ändern: mit der Ausstellung „Vom fauchenden Fafnir zum Fahrzeug der Zukunft – Aachen und das Auto“ im Centre Charlemagne.

Auf etwa 400 Quadratmetern hat das Kuratorenteam viele interessante Exponate aus 120 JahrenAachener Autogeschichte zusammengetragen. Dazu gehören Werbeanzeigen, Fotos und alte Firmenunterlagen. Im Mittelpunkt der Präsentation aber stehen zwei fast 100 Jahre alteFahrzeuge der Marke Fafnir. Fafnir, Cudell und Mannesmann-MULAG: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es gleich

mehrere Autobauer in Aachen, die weltweit exportierten. Doch schon 1929, mit dem Schwarzen Freitag und der Weltwirtschaftskrise, war wieder alles vorbei mit den Markenautos aus Aachen. Die Manufakturen, die noch in Handarbeit produzierten, waren zuklein, um den großen Firmen zu trotzen. Dennoch blieb Aachen ein wichtiger Standort derAutomobilforschung. Die 1870 gegründete Technische Hochschule konzentrierte seit jeherdas geballte Know-How der Ingenieur– und Maschinenbaukunst.

Neue Antriebe, neue Werkstoffe: Die Forschung bleibt dran

So blickt die Ausstellung auch hinter die Türen der Aachener Hochschulforschung. Oft unterstrenger Geheimhaltung wird dort nach neuen Lösungen für effiziente und umweltverträgliche Fahrzeuge, aber auch nach gänzlich neuenVerkehrskonzepten gesucht. Ob Elektromobiloder Hybridantrieb, die Ausstellung demonstriert anhand von Schaumodellen und Originalaggregaten, was in den Aachener Forschungslabors geschieht und wie die Zukunftmöglicherweise aussehen wird. Durch die enge Vernetzung von Hochschule und Politikgehört Aachen zu den Vorreitern bei der Erprobung neuer Mobilitätskonzepte.

Eine Hauptverkehrsstraße am Dom?

Das Auto hat die Stadt verändert, und zum Glück wurden nicht alle Pläne in die Tatumgesetzt, etwa die Idee einer Hauptverkehrsachse, die den Verkehr direkt durch dieAachener Altstadt am Dom vorbeiführen sollte. Historische Dokumente der Stadt- undVerkehrsplaner zeigen die Anstrengungen, die im Sinne einer verkehrsgerechten Stadt unternommen wurden. Dabei wird auch an die Zeit der alten Straßenbahn erinnert. Wer die Aachener Tram selbst nicht mehr miterlebt hat, kann anhand spannender Objekte eintauchenin die Zeit der 1960er Jahre, in der sie noch zum Aachener Straßenbild gehörte.

Formel 1-Rennstrecken made in Aachen

Aachen als Schauplatz des Motorsports? Auch das hat es gegeben. Originale Filmaufnahmendecken das weitgehend vergessene Kapitel der Aachener Waldrennen auf. Eine AachenerSeifenkiste aus den 1960er Jahren erinnert an die publikumswirksamen Wettkämpfe jugendlicher Rennfahrer. Heute ist es vor allem der Bau von Formel 1-Rennstrecken in aller Welt, der Aachen mit dem Motorsport verbindet.

Die Ausstellung möchte jeden einladen, seine ganz persönliche Auto-Geschichte zu erzählen. Insbesondere in den 1950er Jahren war das Auto ein Inbegriff individueller Freiheit, der sich in der Erinnerung vieler mit persönlichen Erlebnissen verbindet: der erste Italien-Urlaub, dererste Kuss, die erste Fahrstunde.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm ergänzt die Präsentation. Neben Vorträgen zur aktuellen Forschung auf dem Gebiet neuer Antriebe und Mobilitätskonzepte stehen auch ein Carrera-Bahn-Rennen und verschiedene Kinder-Workshops zum Automobilbau auf dem Programm.

Mehr Informationen

Hier ein Video dazu

Kuratorenteam:

Prof. Dr. Frank Pohle, Myriam Kroll, Holger Hermannsen, Lars Neugebauer

Foto:

1919, Foto: © FEV GmbH

Katalog:

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher Sprache mit englischen Zusammenfassungenund zahlreichen Abbildungen, circa 150 Seiten, 14,90 Euro.

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