Stadtbücherei Alsdorf

Neue digitale Lesewelten in der Stadtbücherei Alsdorf

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Neue digitale Lesewelten: Stadtbücherei Alsdorf verbindet Smartphone und Tablet mit Bilderbüchern

Bilderbuch und Digitaltechnologie kombinieren. Wie geht das? Der Carlsen-Verlag hatte 2014 die Idee, Bücher und Digitaltechnologie auf eine neue Art zusammenzubringen. Bislang gab es nur spezielle Lesegeräte wie „Tiptoi“ von Ravensburger: einen Stift mit Infrarot-Technik, mit dem man im eigens dafür entwickelten Buch auf etwas tippt, und dann wird erzählt, es gibt Geräusche, Spiele oder Aufgaben.

Jetzt sollten bereits vorhandene elektronische Geräte und Bücher kombiniert werden. Das Ergebnis heißt „LeYo“ heißt und verbindet das Buch mit Smartphone oder Tablet-Computer.

Wenn die zugehörige App auf Smartphone oder Tablet (iPad oder Android) geladen ist, hält man das Gerät über das Buch. Die Software identifiziert das Bild, und auf dem Bildschirm erscheint die Seite; die sogenannten Hotspots leuchten. Zielt man auf einen Hotspot, geht es los mit Sprache, Geräuschen, alternativen Bildern. 300 bis 500 Hotspots hat jedes Buch, „Mein Atlas“ sogar 700 – was acht Stunden Hörzeit entspricht.

Für die Stadtbücherei Alsdorf sind diese neuen Medien eine wunderbare Ergänzung zu den gedruckten Büchern. Denn viele Bücher gibt es ja auch als Hörbuch, E-book oder verfilmte Ausgabe. Die Zahl der Nutzungen wird darüber entscheiden, ob dieser Ausleihbereich weiter ausgebaut wird oder nicht. Die Erweiterung des Bibliotheksangebotes ist eine Chance, neue Kunden zu gewinnen. Aus der Bibliothekslandschaft sind digitale Medien eben nicht mehr wegzudenken.

Die Bücherei möchte natürlich, dass Kinder in Bücher blättern und nicht auf einen Bildschirm starren. Lohnt sich also die Anschaffung von LeYo-Büchern und passt das ins Leseförderkonzept? Die Nachfrage ist da und auch bei der Einführung von CD-Roms und DVDs gab es zunächst Bedenken. Jetzt gehören diese zum Standard-Inventar wie viele andere Medientypen auch. Kinder sind mit der Nutzung der Smartphones ihrer Eltern oft bestens vertraut und die Entscheidung über die Nutzung treffen die Eltern.

Auf dem Markt sind schon mehrere großformatige Bücher mit dicken Pappseiten, darunter „Mein großer Märchenschatz“, „Mein Atlas“, „Conni im Kindergarten“ und „Pferde und Ponys“ und „Alle Vögel sind schon da“ über heimische Vögel. Alle diese Bücher lassen sich auf dem Smartphone anschauen, wobei besonders die Märchen ansprechend illustriert sind. Die Bücherei verfügt inzwischen über 14 Exemplare dieser Medienart.

Der Praxistest bei den ersten kleinen Nutzern hat jedenfalls erstaunlich gut geklappt. Mit Mamas Handy und etwas technischer Unterstützung ging der Medienspaß schnell los und es zwitscherte und wieherte laut und vernehmlich durch die Büchereiräume.

Weitere Informationen gibt es beim Team der Stadtbücherei Alsdorf telefonisch unter 02404-93950 oder per Mail unter stadtbuecherei@alsdorf.de

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