Pfadfinder

Pfadfinder in Aachen: Fahrt nach Schweden

Pfadfinder aus Aachen auf großer Fahrt

Mit der Gitarre in die schwedische Wildnis

Pfadfinder des Pfadfinderstamms Monte Verità aus Aachen ging in den Sommerferien 2019 für zweieinhalb Wochen auf Großfahrt nach Schweden. Nach einer abenteuerlichen Hinreise mit der deutschen, dänischen und schwedischen Bahn (sowie dem jeweiligen Schienenersatzverkehr) kamen die zweiundzwanzig Teilnehmenden in Linköping an.

Dort trennte sich der Stamm in seine einzelnen Gruppen auf und die Meuten (6-10 Jahre) und Sippen (11-15 Jahre) gingen einzeln auf Fahrt. Die Meuten Burkhan Khaldun und die Sippe Ätna schlossen sich zusammen, und umwanderten den gigantischen Roxen-See. Sie waren besonders beeindruckt vom schwedischen Tubenkäse, aber ebenfalls von den überall wachsenden – und voll behangenen – Blaubeersträuchern. Etwa fünfzig Kilometer weiter westlich machte die Meute Syenna sich auf eine Wanderung von Wasserlauf zu Wasserlauf durch das Gebirge auf. Der große Maßstab der schwedischen Wanderkarten machte ihnen das Orientieren schwer, weshalb sie häufig nach ihrem Kompass laufen mussten. Eine Gruppe mit älteren Pfadfinderinnen und Pfadfindern ging eine Woche auf eine Kanutour durch das labyrinthartige Seensystem des Båven, wo sie jede Nacht auf einer anderen einsamen Insel nächtigten und sich teilweise von gefangenem Fisch ernährten. Mehr auf „Strecke machen“ setzte die Sippe Meru, die bis zu 30km am Tag durch die wunderschönen schwedischen Wälder wanderten (wohlgemerkt inklusive Rucksäcke und Gitarren) und auf ihrer Fahrt ein eigenes Gruppenlied schrieben und vertonten.

Am Ende trafen sich alle Gruppen im Naturschutzgebiet Övre Glottern wieder, wo sie ein gemeinsames Abschlusslager mit einem Wikingerlagerspiel abhielten. Am Lagerfeuer freuten die Kinder und Jugendlichen sich, ihre besten Geschichten von den Gruppenfahrten zu erzählen. Bei einer Singerunde am letzten Abend sangen sie bis in die tiefste Nacht und der Abschied aus der wunderschönen schwedischen Natur fiel ihnen am letzten Tag durchaus schwer.

Einen detaillierten Bericht findet man auf der Homepage des Stammes.

 

Der Stamm Monte Verità stellt sich vor

„Das Ponttor ist für uns unser Stammessitz, unser Heim, unser Zuhause“, sagt die stellvertretende Stammesführerin klaus. Klaus ist ihr Fahrtenname, den sie vor einigen Jahren auf einer Fahrt erhalten hatte. „Hier gestalten wir unsere Gruppenstunden, die sogenannten Heimabende und treffen uns zum Werken, Renovieren, Instandhalten und für Singerunden.“.

Die Jugendgruppenarbeit des Stammes hat sich seit der Stammesgründung vor fünf Jahren deutlich vergrößert: mittlerweile treffen sich dienstags, mittwochs und donnerstags insgesamt sieben Gruppen in den Räumlichkeiten in der Hauptburg. In den Gruppenstunden wird viel gespielt und gesungen, aber auch der Aufbau der schwarzen Zelte, den Kohten, wird geübt. „Wir nutzen die Heimabende auch, um all das Wissen zu vermitteln, was wir an einem Wochenende und besonders auf einer Sommerfahrt brauchen. Wie baut man eine Kohte auf? Welche Knoten brauchen wir auf Fahrt? Woher kriege ich Wasser? Wie mache ich ein Feuer, ohne den Wald in Brand zu setzen?“.

Wenn sie nicht gerade auf Sommerfahrt sind gehen sie an den Wochenenden im Umfeld von Aachen auf Fahrt: die Eifel, das Sauerland, der Rheinstieg und das hohe Venn sind beliebte Ziele für die Gruppen des Stammes. Außerdem standen in diesem Jahr ein Stammeslager mit Programm, gemeinsame Aktionen mit anderen Pfadfindern und sogar die Teilnahme am „Bundessingefest“ im Terminkalender des Stammes. Bei letzterem, einem Song Contest vom Deutschen Pfadfinderbund Mosaik, nahmen sie in der Stammeskategorie teil und sangen ein deutsches Fahrtenlied, sowie ein rumänisches Lied, das sie 2018 auf der Sommerfahrt nach Transsilvanien kennengelernt hatten.

 

Kinder und Jugendliche für neue Gruppen gesucht

Gerade baut der Stamm eine neue Meute in der Altersklasse zwischen acht und zehn Jahren auf, sowie eine Sippe mit Kindern zwischen elf und dreizehn Jahren. „Gerade solche tollen Erlebnisse, wie unserem fünf jährigen Jubiläum, oder der Schwedenfahrt, sind abgelagertes Brennholz für das Lagerfeuer der Motivation das in jeder Person unseres Stammes lodert.“, bilanziert die stellvertretende Stammesführerin. Bereits im ersten Halbjahr war die Sippe Ätna gegründet worden.

Für die beiden neuen Gruppen werden noch Kinder gesucht und manchmal ist auch in den bereits existierenden Meuten und Sippen noch ein Platz frei.

Meldet euch einfach über die Homepage https://www.stamm-monte-verita.com und ihr bekommt zügig eine Antwort!

Übrigens ist die nächste Großfahrt bereits in Planung – „Etwa ein Jahr früher fangen die Vorbereitungen für den nächsten Sommer an. Schweden, Italien, Rumänien, Polen und Montenegro haben wir bereits besucht. Vielleicht geht es im nächsten Jahr wieder nach Norden!“.

Video: Was machen wir bei den Pfadfindern?


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Kochen auf dem Lagerfeuer - Foto: Pfadfinderstamm Monte Verità aus Aachen


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