KGS Kornelimünster ist wieder zurück in “ihrer” Schule

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KGS Kornelimünster: Voller Freude kehrt die Schulfamilie ein Jahr nach dem Hochwasser zurück ins Gebäude

  • Zeitplan geht auf: 200 Kinder lernen wieder in ihrer angestammten Schule an der Inde. Sanierung hat rund 1,4 Millionen Euro gekostet.
  • Die Stadt hat das durch die Flut stark beschädigte Gebäude trotz aller Herausforderungen wie die Coronapandemie und die Ukrainekrise sowie der Baupreissteigerungen pünktlich wieder hergerichtet.
  • Abschied vom Ausweichquartier: Ein Jahr lang fanden Schüler*innen und Lehrer*innen in der Hauptschule Burtscheid eine Heimat auf Zeit.

10.8.2022: Sie sind wieder Zuhause: Ein gutes Jahr, nachdem das historische Hochwasser neben vielen weiteren Häusern auch die KGS Kornelimünster flutete und dabei stark beschädigte, sind die Kinder und Lehrer*innen mit dem Start des neuen Schuljahres endlich wieder zurück in „ihrer“ Schule. Die Stadt hat in den vergangenen Monaten mit Hochdruck die Sanierung vorangetrieben. Der Zeitplan ging letztlich auf: Die rund 200 Schülerinnen und Schüler sind im August 2022 wieder daheim und es herrscht Leben in der „Bude“. Das freut Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die am Mittwoch (10. August) die KGS Kornelimünster besucht hat.

Die Normalität kehrt zurück

Gemeinsam mit Schulleiterin Silke Ebel, dem städtischen Beigeordneten für Gebäude Heiko Thomas, Stefan Fagot, Leiter der Abteilung Schule des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule und Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements, machte sie sich ein Bild vom frisch sanierten Gebäude an der Inde. „Das vergangene Jahr hat allen Beteiligten viel abverlangt, insbesondere den Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen, aber auch uns als Stadtverwaltung. Daher macht es mich glücklich, dass wir es geschafft haben, die Schule in der geplanten Zeit wieder herzurichten, und so den Kindern und Lehrer*innen wieder ein Stück Normalität zum Schuljahresstart zurückgegeben wird“, sagte Sibylle Keupen.

Mit großem Respekt vor der Leistung seines Teams äußerte sich Klaus Schavan: „Die Sanierung innerhalb eines Jahres sicherzustellen, war ein Versprechen, dass wir damals abgegeben haben und trotz aller Herausforderungen auch halten konnten.“ Dafür hat das Gebäudemanagement alle Hebel in Bewegung gesetzt. Einige Restarbeiten finden in diesen Tagen zwar noch statt, aber die Lehrerinnen und Lehrer können die Klassen wieder in gewohnter Umgebung begrüßen und unterrichten. Und damit, da sind sich alle einig, ist ein ganz wichtiger Meilenstein nach den aufregenden und fordernden Monaten erreicht.

Allerdings kann die Sporthalle derzeit noch nicht genutzt werden. Hier wie auch bei der gesamten Sanierung der Schule stellten die derzeitigen Krisen am Bau unter anderem durch die Coronapandemie und den Konflikt in der Ukraine ausgelöst, die Zeit- und Baupläne vor große Herausforderungen. Das zeigte sich auch bei der Beschaffung des Materials für den Prallschutz in der Sporthalle. Hier sei nun aber der Auftrag vergeben und die Halle stehe voraussichtlich Ende 2022 wieder zur Verfügung, erklärte Schavan.

Zahlreiche Herausforderungen wurden gemeistert

Heiko Thomas, städtischer Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, erläuterte die finanzielle Dimension des Bauvorhabens: „Wir mussten circa 1,4 Millionen Euro in die Sanierung investieren. Die kompletten technischen Anlagen waren zerstört und unbrauchbar.“

Neben der Sanierung stellte auch die Sicherstellung des Schulbetriebes in den vergangenen zwölf Monaten eine wesentliche Aufgabe dar. Insbesondere direkt nach der Flut fand die Verwaltung schnell pragmatische und gute Lösungen. „Wir mussten schnell ausreichend Räume finden, wo die gesamte KGS Kornelimünster einen vernünftigen Schulbetrieb gewährleisten konnte. Zudem war klar, dass es eine Lösung nicht nur für wenige Wochen, sondern für ein ganzes Jahr sein musste. Durch das Hochwasser ist zudem die Inneneinrichtung zerstört worden und nicht mehr brauchbar gewesen. Das bedeutete: Für Kinder und Lehrer*innen musste die Stadt einen Großteil des Mobiliars und die Unterrichtstechnik schnellstens neu beschaffen. Das alles ist uns glücklicherweise in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen“, fasste Abteilungsleiter Stefan Fagot für die Schulverwaltung die aufreibenden Wochen nach dem Hochwasser im Juli 2021 zusammen. In der Hauptschule Burtscheid konnte die zweizügige Grundschule aus dem Indetal schließlich unterkommen. „In guter Zusammenarbeit mit der ASEAG, die zusätzliche Busse durch sogenannte Verstärkungsfahrten einsetzte, und eigens dafür beauftragte Busunternehmen fanden wir gemeinsam mit der Schulleitung und den Eltern auch auf die Frage eine Antwort, wie die Kinder gut und sicher den längeren Schulweg bestreiten konnten“, so Fagot weiter.

Am Donnerstag werden die Erstklässler begrüßt

Auf all das blicken Verantwortliche der Stadt und Betroffene vor Ort nun zurück. Es waren herausfordernde Zeiten, bestätigen alle. Sie betonen aber auch, dass sich am Ende der konstruktive Austausch, das gemeinsame Suchen nach besten Lösungen insbesondere im Sinne der Kinder gelohnt hat. „Die Zusammenarbeit mit der Hauptschule in Burtscheid hat toll geklappt“, zieht Schulleiterin Silke Ebel denn auch eine grundsätzlich positive Bilanz. „Wir fühlten uns dort sehr gut aufgenommen und willkommen.“ Zugleich zeigt sie deutlich – und steht damit stellvertretend für die gesamte Schulfamilie der KGS -, dass sie sehr froh ist, wieder im Gebäude am Abteigarten in Kornelimünster unterrichten und arbeiten zu dürfen. Dafür hat das Kollegium der KGS Kornelimünster in den vergangenen Wochen kräftig mit angepackt und den aufwendigen Umzug gestemmt. „Endlich sind wir wieder hier, wo wir hingehören und können in diesem wunderschönen Gebäude am morgigen Donnerstag die neuen Erstklässler begrüßen.“


Schulbusshuttle für KGS Kornelimünster startet zu Schulbeginn

13.8.2021: Ab Schulbeginn werden die Kinder der ersten und zweiten Schuljahre der KGS Kornelimünster mit einem eigens gecharterten Reisebus zum Ausweichstandort nach Burtscheid gebracht. Der Auftrag dazu konnte kurzfristig erteilt werden, nachdem die Verwaltung im Höchsttempo eine Vergabe veranlasst hatte und auch die Fraktionen den Auftrag schnellstmöglich freigegeben haben.

In der vergangenen Woche hatten Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und die zuständige Beigeordnete Susanne Schwier gemeinsam mit Vertreter*innen der Verwaltung, der Schulleitung, der Schulpflegschaft und der Eltern sowie der Schulrätin Gespräche geführt, in denen noch einmal erläutert und auch Einvernehmen erzielt wurde, dass eine Verlagerung der Schule wegen der massiven Hochwasserschäden unumgänglich ist. Die anwesenden Elternvertreter*innen hatten dabei ihre Unterstützung bei der Ansprache von Handwerksunternehmen angeboten, um gemeinsam alles dafür zu tun, die Sanierung des Gebäudes zügig voranzutreiben. Ziel ist, die Verlagerung des Unterrichts in die GHS Burtscheid auf einen möglichst kurzen Zeitraum zu reduzieren.

Die Elternvertreter*innen hatten zudem den Wunsch geäußert, für die ersten beiden Jahrgänge eine Alternative zum Transport der Kinder mit ASEAG-Bussen zur Malmedyer Straße zu suchen. Die Stadt Aachen hat diesem Wunsch Rechnung getragen und ein Reisebusunternehmen beauftragt, vorerst bis zum 31.01.2022 die GHS Burtscheid anzufahren. Der Auftrag ist mit Kosten in Höhe von rund 86.500 Euro verbunden.

Die Stadt Aachen hofft auf eine Finanzierung der Maßnahme aus zu erwartenden Mitteln der Hochwasserhilfe des Bundes bzw. des Landes Nordrhein-Westfalen. Sollte dies nicht möglich sein kann eine Deckung aus dem laufenden Haushalt bereitgestellt werden. Trotz der relativ hohen Kosten, die neben dem Aufwand für die Bereitstellung der ASEAG-Busse für die anderen Jahrgänge und die School&Fun Tickets für die Dritt- und Viertklässler entstehen, befürwortet die Verwaltung die Beauftragung eines Busunternehmens verbunden mit der Hoffnung, dass die Sanierung der Schule möglichst schnell abgeschlossen werden und der Unterricht wieder im Gebäude in Kornelimünster stattfinden kann.


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Foto: Stadt Aachen / Andreas Herrmann


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