Archimedischer Sandkasten

Archimedischer Sandkasten wird abgebaut

Ein Sommerhighlight geht zu Ende: Archimedischer Sandkasten wird abgebaut

  • Der Sandkasten und der Irrgarten der Archimedischen Werkstatt begeistern alle Generationen.
  • Am Montag, den 5.8.2019 wird der Archimedische Sandkasten abgebaut.
  • Viele unterschiedliche Akteure machen das Projekt auch im vierten Jahr zu einem großen Erfolg.

 

„Alle Akteure, die an diesem großartigen Projekt beteiligt sind, schaffen es – im vierten Jahr schon eine Tradition – Kinder und Familien auf den Katschhof zu bringen, die tollste Kulisse Aachen“, schwärmt Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt Aachen für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport. Gemeint sind damit natürlich der Archimedische Sandkasten und die Archimedische Werkstatt im Rahmen der städtischen Ferienspiele, die an diesem Wochenende (Sonntag, 4. August) nach fast drei Wochen schon wieder zu Ende gehen. Dass das Projekt auch im kommenden Jahr an den Start geht, ist für die Beigeordnete klar: „Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir so ein tolles Projekt nicht weiter führen würden.“

 

Buddeln im Sandkasten, hämmern, schrauben und sägen in der Werkstatt

Während der Sandkasten mit seinen Schippen, Schaufeln, Baggern und der feine Spielsand eher die ganz Kleinen anziehen, ist die Werkstatt die Attraktion für die älteren Kinder und Jugendlichen. „Die Werkstatt ist das Archimedische an dem Gesamtprojekt“, erläutert Projektleiterin Dr. Jutta Göricke aus dem Fachbereich Presse und Marketing. In der Werkstatt entstanden ist in diesem Jahr ein Labyrinth, in dem es dank verschiedener Installationen rappelt, baumelt, trommelt. Da werden alte Waschmaschinentrommeln zu Krachmachgeräten, Plastikrohre zum Xylophon umfunktioniert. Der Irrgarten war schnell auch ein Anziehungspunkt für alle Besucherinnen und Besucher des Katschhof, bei dem angefasst, bewegt und probiert werden durfte.

 

Für Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, die die Ferienspielwerkstatt jedes Jahr für die Stadt organisiert und betreut, kein Wunder: „Es ist das Interaktive, sowohl in der Werkstatt beim Bau, aber auch im Labyrinth, das begeistert.“ Das dies möglich ist, liegt auch am Material: „Das ist übrigens auch regional“, so Keupen. Dank des Serviceclubs Round Table 58 Aachen wurden Kontakte zu vielen Unternehmen geknüpft, die dann auch Teile aus der Automobilzulieferbranche und vieles mehr zur Verfügung stellten, an das man „so gar nicht dran käme“, so Keupen.

 

Eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft

Ein weiterer ganz wichtiger Sandkastenfreund war auch in diesem Jahr das Wissenschaftsbüro der Stadt Aachen. Dies hat vor allem die Ausgestaltung des Aktionstags am19. Juli übernommen. Fünfjährige Steppke, die mit leuchtenden Augen einen echten Minibagger bewegen durften, im Sand vergrabene Wissenschaftsenten, die den Finderinnen und Findern einen erfrischenden Drink an der Streetscooter-Bar einbrachten. Für den Leiter Peter Gronostaj eine logische Verbindung: „Das Wissenschaftsbüro will eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Das gelingt hier ganz hervorragend. Die Kinder und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen verbindet auch etwas: Die Neugierde.“

 

Als weiterer städtischer Akteur ist alljährlich der Aachener Stadtbetrieb mit im Boot: Nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 160 laufenden Metern Fichtenbalken, 200 Schlossschrauben, wasserdurchlässigem Flies und 150 Tonnen Sand dieses Highlight des Aachener Sommers schaffen, es über drei Wochen pflegen und reinigen, haben sie nun die traurige Aufgabe, den Sandkasten am kommenden Montag ab zu bauen und für Herbst und Winter ein zu motten. „Ohne den Stadtbetrieb wäre dies hier nicht möglich“, so Göricke.

 

Archimedischer Sandkasten: Ein Experiment auf dem wichtigsten Platz der Stadt

Vorerst nicht eingemottet wird der Irrgarten: Rolf Deubner von Deubner Baumaschinen transportiert ihn in Einzelteilen nach Aachen-Brand, wo er bei den dortigen Ferienspielen noch größer werden soll. Deubner, der nicht nur kostenlos den Transport organisiert, sondern auch unentgeltlich Container zur Verfügung stellt oder das Baumaterial anliefert, fühlt sich als Aachener dem Projekt eng verbunden: „Die Stadt stellt ihren wichtigsten Platz drei Wochen für ein Experiment zur Verfügung. Und es kommt immer so etwas Tolles dabei raus.“ Da schwingt auch etwas Lokalpatriotismus mit: „Wenn ich jetzt höre, dass das Labyrinth auch nach Maastricht geht, finde ich das schon toll, vor allem auch, weil viele Maastricht immer als tolles Beispiel hinstellen.“

 

Wenn in Aachen gebuddelt wird, ist die STAWAG nicht weit – und im Sandkasten auch extrem gerne gesehen, sorgt sie doch unter anderem für das tolle Spielzeug, mit dem die Kleinsten Burgen bauen, schippen und baggern: „Wir buddeln ja ganz viel für die Stadt. Und der Sandkasten steht jedes Jahr für was Neues, Spannendes. Da sind wir natürlich immer gerne dabei“, so Verena Grein, stellvertretende Centerleiterin STAWAG.

 

Ausblick auf 2020

Zum Abschluss des Sandkastens 2019 gab es auch schon einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr: „Das wird ganz im Zeichen des RWTH-Jubiläums stehen“, gibt Organisatorin Göricke die Richtung für 2020 vor. Und Sibylle Keupen ergänzt: „Wir möchten gerne das Interaktive beibehalten, aber auch wieder etwas größer werden mit dem Objekt, mehr in Richtung Skulptur.“ Es wird also auch 2020 spannend am Archimedischen Sandkasten, der für die ersten drei Sommerferienwochen geplant ist.

Archimedischer Sandkasten 2019:

Das Buddeln auf dem Katschhof kann leider erst ab dem 18.07. losgehen!

18.07. – 04.08.2019

täglich 9.00 – ca. 22.00 Uhr

für die ganze Familie

kostenlos

 

Montag, 22.07.2019

Montag, 29.07.2019,

Jeweils von 7.00 – 7.30 Uhr:

Good Morning Yoga mit Janine Bayartz

kostenlos, ohne Anmeldung, für jeden

Katschhof (zwischen Rathaus und Dom), 52062 Aachen

 

Archimedischer Sandkasten: Ein Projekt des Future Lab Aachen.

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Foto: Im Aachener Sommer wird traditionell gebuddelt: Der Archimedische Sandkasten hat auch in diesem Jahr wieder unzählige Kinder und Familien angezogen. © Stadt Aachen/Alina Eicher


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