Digitalisierung in der Städteregion Aachen

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14,5 Millionen Euro werden in die Digitalisierung der Schulen der StädteRegion Aachen investiert.

29.01.2021: Digitalisierung an den Schulen ist 2021 wichtiger denn je. Auch die StädteRegion Aachen arbeitet deshalb schon seit längerem daran, ihre eigenen Schulen fit für die Zukunft zu machen. Konkret bedeutet das für die Schulen in der Trägerschaft der StädteRegion Investitionen von rund 14,5 Millionen Euro. Davon sind zwischenzeitlich schon 3,8 Millionen Euro ausgegeben worden. Die StädteRegion Aachen ist Trägerin aller neun Berufskollegs an zehn Standorten auf ihrem Gebiet sowie von sieben Förderschulen, einer Schule für Kranke, der Abendrealschule und dem Weiterbildungskolleg. Das Geld fließt sowohl in die Verkabelungsarbeiten (Daten- und Lichtwellenkabel) als auch die aktiven Komponente (Switche) und die Endgeräte (z.B. Interaktive Tafeln). „Bei der Digitalisierung an den Schulen handelt es sich um eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Hier sind wir alle gefordert, die vielen guten und sinnvollen Fördertöpfe des Bundes und Landes für ganz konkrete Projekte vor Ort einzusetzen“, sagt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Bis auf die Eigenanteile stammt das Gros der 14,5 Millionen Euro aus den umfangreichen Fördertöpfen, die aufgelegt worden sind. Konkret:

  • 7,2 Mio. Euro aus dem Digitalpakt Schule des Bundes
  • 1,25 Mio. Euro aus dem „Sofortausstattungsprogramm“ zum Digitalpakt Schule für digitale Endgeräte (iPads und Laptops) der Schülerinnen und Schüler
  • 625.000 Euro aus dem „Sofortausstattungsprogramm“ zum Digitalpakt Schule zur Förderung dienstlicher Endgeräte für Lehrkräfte und
  • 1,6 Mio. Euro aus dem Kommunalinvestitions-Förderungsgesetz II des Bundes und
  • 3,9 Mio. Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW.

Das Immobilienmanagement hat schon früh in Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung, den Schulen und dem IT-Dienstleister (regio iT) festgelegt, welche Standards eingehalten werden. So ist konkret der Netzwerkausbau auf 1.000 Mbit pro Sekunde und die Verlegung von Daten- und Lichtwellenkabeln nach neuestem Standard vorgesehen. Zudem wird ein flächendeckendes WLAN in allen Lehrräumen und Sporthallen sowie ein „Tafelmodul“ (mit einem Anschluss für Präsentationstechnik) umgesetzt.

Nach einem Beschluss des Städteregionsausschusses vom November 2018 wurden die Planungsleistungen sowie die Begleitung der Maßnahme EU-weit ausgeschrieben. Nach Vorliegen der Planung wurden die Bauleistungen für alle Schulen außerhalb des Gebietes der Stadt Aachen im Sommer 2019 ausgeschrieben. Für insgesamt fünf Berufskolleg-Standorte, fünf Förderschulen sowie das Weiterbildungskolleg (elf Schulstandorte) wurden insgesamt fünf Elektrofirmen aus der Region rund um Aachen gefunden und beauftragt. Schon im Sommer 2019 wurden die ersten Datenleitungen – auch in aktuellster Lichtwellentechnologie – verlegt.

Das neue Netzwerk bietet als weitere Vorteile auch die Umrüstung auf IP-Telefonie und die Anbindung der Gebäudeleittechnik. Um den Umfang klar zu machen: Insgesamt werden ca. 180 Kilometer Datenkabel verbaut – eine Strecke, die der Entfernung (Luftlinie) von Aachen nach Mainz entspricht. Zwischenzeitlich sind schon acht Schulstandorte mit dem neuen Netzwerk ausgestattet, die drei weiteren im Altkreis folgen noch bis zum dritten Quartal dieses Jahres.

Auch bei den „mandatierten“ Schulen auf dem Gebiet der Stadt Aachen (das bedeutet, die StädteRegion Aachen ist Schulträgerin, die Stadt Aachen kümmert sich aber um die Bauunterhaltung) fand bereits die detaillierte Planung statt. Eine Ausschreibung der Bauleistungen soll nach Erhalt der Zuwendungsbescheide der Bezirksregierung Köln voraussichtlich in diesem Sommer erfolgen, mit der Fertigstellung der letzten Gebäude ist somit bis Mitte 2023 zu rechnen.

Neben den infrastrukturellen Maßnahmen können alle Schulen im Rahmen ihrer Medienkonzepte in Absprache mit der Schulverwaltung Endgeräte besorgen. Das sind beispielsweise iPads, Laptops, Computer, oder Tablets. Auch Präsentationstechnik wie interaktive Tafeln, Beamer und Bildschirme und digitale Arbeitsgeräte wie 3D-Drucker, aber auch CNC-Fräsen können gefördert und beschafft werden. Das Gesamtvolumen hierfür liegt derzeit bei 1,5 Mio. € und wird aus den Fördermitteln getragen. Für die Endgeräte steht zusätzlich zu dieser Summe nun außerdem noch die Förderung aus dem Sofortausstattungsprogramm für die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise die Lehrkräfte zur Verfügung.

Die Schulen der StädteRegion sind also allesamt auf einem guten Weg in die digitale Zukunft. „Es handelt sich dabei um ein Gesamtkonzept, das wir auch weiterhin engagiert vorantreiben werden und bei dem uns Bund und Land tatkräftig unterstützen“, sagt Dr. Grüttemeier. „Denn eines ist klar: Die Digitalisierung der Schulen hört nicht im Jahr 2023 auf. Wir werden uns auch künftig in diesem Bereich weiterentwickeln und die dann aktuellen Anforderungen erfüllen müssen. Daran arbeiten wir, denn das ist einer der entscheidenden Punkte für die Zukunftsfähigkeit der StädteRegion Aachen.“


iPads für die Aachener Schulen: Alle Grund- und Förderschulen sind versorgt

  • Verteilt werden die iPads an Schülerinnen und Schüler für den Distanzunterricht.
  • Die zweite Charge der Geräte – 2.000 Stück – für die weiterführenden Schulen wird derzeit vorbereitet.
  • 1,36 Millionen Euro kommen von Land und Bund, die Stadt steuert einen Eigenanteil von fast 151.000 Euro bei und trägt jährlich gut 345.000 Euro Support-Kosten.

19.11.2020: Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport: „Ich freue mich, dass die Geräte nach bester Vorbereitung im Team des Schulbetriebs der Stadt Aachen jetzt an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden können und wünsche allen viel Erfolg und Spaß beim Lernen mit den iPads.“

Stefan Fagot vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen freut sich ebenfalls. Die erste Etappe ist erfolgreich absolviert: 1.630 iPads sind fix und fertig – versehen mit der notwendigen Software, sicher in einer Schutzhülle untergebracht – an die Aachener Grundschulen, Förderschulen und eine Hauptschule verteilt. Diese iPads sollen Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien helfen, am sogenannten Distanzunterricht teil zunehmen – also Unterricht von zu Hause aus zu folgen, Hausaufgaben zu machen, mit der Klasse und dem Lehrpersonal zu kommunizieren. Gerade in Coronazeiten eine große Hilfe. Finanziert wurden diese iPads aus Bundes- und Landesmitteln des Sofortausstattungsprogramms für Schulen.

iPads für Aachener Schulen
Freuen sich über den reibungslosen Ablauf der iPad-Verteilung: Stefan Fagot und Jörg Crumbach von der Abteilung Schule (v.l.).
Foto: © Stadt Aachen/Timo Pappert

Doch für Fagot, als Teamleiter in der Abteilung Schule unter anderem zuständig für die Medienausstattung der Schulen, steht die nächste Etappe bereits an: Die zweite und letzte Charge mit 2.000 weiteren iPads ist bereits geliefert. Diese müssen nun noch mit Aufklebern versehen werden, einer Gerätenummer, wichtig für Support, Wartung oder Reparatur. „Denn die Geräte bleiben Eigentum der Stadt Aachen, sie werden von den Schulen nur ausgeliehen. Die Familien unterschreiben an den Schulen einen entsprechenden Vertrag“, erläutert Jörg Crumbach, Abteilungsleiter Schule, das Prozedere.

Zwei Drittel der gemeldeten Bedarfe werden gedeckt

Welche Schule wie viele iPads erhalten sollte, wurde Ende Juli mit einer Abfrage in allen städtischen Schulen im Sommer ermittelt. Da die rückgemeldete Zahl höher war, als die Anzahl der Geräte, die mit den Mitteln des Förderprogramms angeschafft werden konnten, wurden zusätzliche Kriterien herangezogen: die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Schulform aber auch soziale Kriterien. Dabei wurde auf größtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit für die Schulen gesetzt. Zu folgender Verteilung ist es dabei gekommen: für die Grundschulen 1.288 Geräte, Hauptschulen 592, Realschulen 356, Förderschulen 106, Gymnasien 669, Gesamtschulen 619. Prozentual erhalten bei den weiterführenden Schulen Haupt-, Real- und Förderschulen mehr Geräte, da hier höhere Bedarfe gemeldet wurden. Damit seien zwei Drittel der gemeldeten Bedarfe der Schulen gedeckt, so Crumbach.

Die zweite Lieferung ist nun für die restlichen weiterführenden Schulen vorgesehen. Fagot: „Realistisch ist, dass wir die ab Ende kommender Woche verteilen können.“ Die Schulen werden rechtzeitig informiert und können dann die Hardware im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule in Empfang nehmen.

Stadt übernimmt die jährlichen Kosten für den Support

Die Stadt als Schulträger von 58 Schulen hat rund 1,36 Millionen Euro aus dem Programm von Land und Bund erhalten. Nahezu 151.000 Euro Eigenanteil der Stadt kommen noch dazu. Pro Jahr schlagen dann noch rund 345.000 Euro für den Support von Hard- und Software für die Stadt zu Buche.

Für Jörg Crumbach war das Ganze eher ein Sprint als ein Langstreckenrennen: „In etwas über vier Monaten von der ersten Ankündigung des Förderprogramms, die Prüfung der Richtlinien über die Abfrage an den Schulen, die endgültige Berechnung der Verteilung, die Festlegung, was für Software benötigt wird, die ®Bestellung, die komplette Abwicklung der Ausstattung der Geräte und die Verteilung sind bei der großen Anzahl eine sehr gute Zeit.“


iPads für Aachener Schulen sind auf dem Weg

5.11.2020: Sie sind auf dem Weg: Die ersten 1.630 iPads, finanziert aus dem Sofortausstattungsprogramms des Bundes und Landes, sind mittlerweile bei einem Lieferanten des städtischen IT-Dienstleisters, der regio IT, in Dortmund eingetroffen. Noch in dieser Woche nimmt die regio IT das so genannten Roll-out vor: In Dortmund werden die benötigten Apps und verschiedene Systemprogramme installiert. Bereits in den kommenden zwei Wochen sollen die Geräte in der Abteilung Schule des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule eintreffen und dann sukzessive, nach einem eigens erstellten Verteilerschlüssel, an Grundschulen, Förderschulen und die Hauptschule Drimborn verteilt werden. Zwischenzeitlich sind auch die übrigen 2.000 bestellten iPads an den Lieferanten der regio IT geliefert worden, so dass die Ausstattung der Schulen zügig voran schreitet. Die Schulen werden laufend informiert.

Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt Aachen für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport, freut sich, dass vier Monate nach Ankündigung des Sofortausstattungsprogramms bereits alle Geräte, die die Stadt geordert hat, angekommen sind, trotz der enormen Nachfrage am Markt. Die Geräte werden nun in den kommenden Tagen verteilt. Durch dieses Programm wird Schülerinnen und Schülern, die selbst kein digitales Endgerät haben, das Lernen auf Distanz  ermöglicht. Die Stadt als Schulträger von 58 Schulen erhält rund 1,36 Millionen Euro aus dem Programm von Land und Bund. Gut 150.000 Euro Eigenanteil kommen noch dazu.

iPads (Tablets) für Aachener Schulen
Boxenstopp in Dortmund: Bei einem Lieferanten des städtischen IT-Dienstleisters regio IT werden die ersten 1.630 iPads für die Aachener Schulen derzeit vorbereitet – und sollen bald in Aachen ankommen. Foto: © regio IT

Stadt Aachen erwartet erste Tablets für Schülerinnen und Schüler

  • 3.630 iPads hat die Stadt geordert, eine erste Teillieferung wird zeitnah erwartet.
  • Eine aufwendige Berechnung soll eine möglichst gerechte Verteilung der Geräte garantieren.
  • 1,36 Millionen Euro erhält die Stadt von Land und Bund und bringt einen Eigenanteil von 150.000 Euro auf.

Gute Nachrichten kann Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt Aachen für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport verkünden: „Die ersten iPads, finanziert aus dem Sofortausstattungsprogramms des Bundes und Landes, sollen in den nächsten Tagen geliefert werden.“ Allerdings wisse sie nicht, wie viele der insgesamt 3.630 bestellten Geräte im ersten Schritt in Aachen ankommen: „Die Nachfrage am Markt ist enorm.“ Sie rechnet mit rund 500 Stück der Apple-Tablets, die an Kinder und Jugendliche ausgegeben werden können. Durch das Sofortaustattungsprogramm soll Schülerinnen und Schüler, die selbst kein digitales Endgerät haben, für das Lernen auf Distanz ausgestattet werden. Die Stadt als Schulträger von 58 Schulen erhält rund 1,36 Millionen Euro aus dem Programm von Land und Bund. Gut 150.000 Euro Eigenanteil kommen noch dazu.

In rund drei Monaten von der ersten Info zur Verteilung

Anfang Juli ist die Stadt Aachen über das Förderprogramm informiert worden, etwas später kamen dann die genaue Fördersumme und schließlich die Förderrichtlinien. In den Sommerferien wurde der Bedarf an den Schulen ermittelt. Da es keine eindeutigen Vorgaben des Landes zur Bedarfsermittlung gab und die Stadt aus Datenschutzgründen nicht erhebt, wie viele Sozialhilfeempfänger die jeweiligen Schulen besuchen, hat sich die Stadt auf die Rückmeldungen der Schulleitungen verlassen. 5.400 Geräte wurden als Bedarf zurück gemeldet. „Das sind mehr, als wir uns mit den zur Verfügung stehenden Mitteln leisten können“, ergänzt Susanne Schwier.

Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule erläutert: „Wir haben für die Grundschulen dann die Richtlinien des Grundschulfonds von 2017 als Basis unserer Berechnungen herangezogen.“ Mit ihm sollen soziale Unterschiede im Grundschulbereich ausgeglichen werden. Hinzu kamen weitere Kriterien. Susanne Schwier: „Hier setzen wir auf größtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit für die Schulen.“ Stefan Fagot aus der Abteilung Schule hat die Berechnungen federführend erstellt, bei der die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Schulform aber auch soziale Kriterien eine Rolle spielen. Dabei ist er zu folgender Verteilung gekommen: für die Grundschulen 1.288 Geräte, Hauptschulen 592, Realschulen 356, Förderschulen 106, Gymnasien 669, Gesamtschulen 619. Prozentual erhalten bei den weiterführenden Schulen Haupt-, Real- und Förderschulen mehr Geräte, da hier höhere Bedarfe gemeldet wurden. Brötz: „Wir hätten noch mehr Endgeräte bestellen können, haben aber einen ‚Puffer‘ von 100.000 Euro zurück gehalten, um Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger aus zu statten.“ Dies seien häufig Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, die über das laufende Schuljahr nach Aachen kommen.

Verteilung über die Schulen

Die Verteilung der iPads ist nun Aufgabe der Schulen. Hierzu müssen Schulleitung, Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte einen Leihvertrag unterschreiben, der unter anderem regelt, dass bei Hard- oder Softwareproblemen der Support der Regio IT, dem IT-Dienstleister für die Stadt, greift. „Rund 300.000 Euro stehen für den Support zur Verfügung – jährlich“, so Fachbereichsleiter Brötz. Aber die Geräte seien nicht gegen mutwillige Beschädigung oder Diebstahl versichert. Trotzdem hofft Susanne Schwier: „Wir wollen die Schulen dazu ermuntern, dass die Geräte so oft wie möglich eingesetzt werden, damit die Kinder und Jugendlichen mit den iPads möglichst intensiv üben können.“

Die Dienst-Endgeräte für Lehrerinnen und Lehrer sollen auch über die Stadt verteilt werden. Hier kann die Verwaltung allerdings noch keine genauen Aussagen treffen, denn die Geräte für die Schülerinnen und Schüler hätten Priorität, so Schwier.


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Foto: aachenerkinder.de


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