Kita-Kompass: Eine neue App der Stadt Aachen

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Der „Kita-Kompass“: Eine neue App der Stadt Aachen erleichtert den Kita-Alltag

  • Eine App, drei Module: „Kinderbetreuung“, „Information und Kommunikation“ sowie „Sport- und Bildungsangebote“.
  • Der „Kita-Kompass“ wurde in drei Pilot-Kitas getestet und soll sukzessive in allen städtischen Tageseinrichtungen für Kinder angeboten werden.
  • Die App bietet Erleichterung für Eltern, Kita-Personal und die Verwaltung.

1.6.2022: „Ich freue mich, dass wir – mit der Unterstützung des Landes im Rahmen der digitalen Modellregionen – diese neue, innovative App, den ‚Kita-Kompass‘, vorstellen können.“ Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist begeistert von dem neuen Tool, dass die Stadt auf Herz und Nieren in drei städtischen Tageseinrichtungen für Kinder erprobt hat und das nun nach und nach in allen 56 städtischen KiTas angeboten werden soll. „Es ist eine echte Erleichterung für Familien, die Erzieher*innen und die Verwaltung“, sie ist von dem wichtigen, neuen Kommunikationsbaustein überzeugt.

Die Stadt Aachen – mit der beteiligten StädteRegion – ist eine der fünf digitalen Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Ziel des Programms, das seit Mitte 2018 durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung, Energie (MWIDE) finanziert wird, ist der Ausbau der Digitalisierung in den Kommunen durch innovative Ansätze in den Bereichen eGovernment und digitale Stadtentwicklung. Im Rahmen dieses Programms hat die Stadt Aachen eine App für Kindertagesstätten entwickelt und gemeinsam mit den städtischen KiTas An der Rahemühle, Franz-Wallraff-Straße und Johanniterstraße erfolgreich im Kita-Alltag getestet. Die App wurde bis Ende 2021 gefördert und nun wird komplett von der Stadt Aachen finanziert.

Sieben von zehn Familien nutzen die App bereits

Christina Haupt, Leiterin der städtischen Tageseinrichtung für Kinder Johanniterstraße, ist bereits überzeugt von der neuen App: „Natürlich hat es am Anfang etwas geholpert. Wir mussten uns alle erst mal an die neue Technik gewöhnen, auch die Erzieher*innen in den Gruppen, die vielleicht nicht so technikaffin sind. Aber nun läuft das Programm gut und die Erzieher*innen nutzen es ganz selbstverständlich. Wir konnten stets Vorschläge für Verbesserungen äußern, die dann in der App umgesetzt wurden.“ Christina Krüger, Projektleiterin „Kita-Kompass“ im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen, freut sich über den Erfolg bei den Eltern: „Sieben von zehn Familien in den Pilot-Kitas nutzen die App bereits.“ Oberbürgermeisterin Keupen: „Dies zeigt, wie niedrigschwellig das Angebot ist, ein Smartphone hat ja fast jeder und die Bedienung ist eigentlich intuitiv.“ Selbstverständlich ist die Nutzung der App freiwillig und für die Familien kostenfrei. Der „Kita-Kompass“ besteht aus drei Modulen: „Kinderbetreuung“, „Information und Kommunikation“ sowie „Sport- und Bildungsangebote“.

Kinderbetreuung

Mit Hilfe des Moduls „Kinderbetreuung“ können Eltern zusätzliche Kinderbetreuung außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten flexibel organisieren, indem sie auf das vertrauenswürdige Eltern-Netzwerk der Kita zurückgreifen. So ist es Eltern nicht nur möglich, zusätzlichen Betreuungsbedarf ihrer Kinder abdecken zu können, für das Kita-Personal reduziert sich auch die unvorhergesehene Mehrarbeit durch kurzfristige Betreuungsengpässe.

Information und Kommunikation

Über das Modul „Information und Kommunikation“ ermöglicht die App einen strukturierten und datenschutzkonformen Austausch zwischen Eltern und Kita-Personal. Mittels der App kann die Kita den Eltern nicht nur allgemeine Informationen wie das pädagogische Konzept zur Verfügung stellen, sondern auch aktuelle Informationen in Form digitaler Elternbriefe senden. Zusätzlich bietet das Programm die Möglichkeit, Eltern-Briefe, die mit dem „Kita-Kompass“ erstellt wurden, automatisch im Corporate Design der Stadt Aachen zu formatieren und auszudrucken, damit diese auf konventionellem Weg verteilt oder am schwarzen Brett ausgehangen werden können. Auch Termine und Veranstaltungen können über den „Kita-Kompass“ veröffentlicht werden. Aktuelle Informationen und Termine können dabei sowohl gruppenspezifisch als auch für die gesamte Kita mit den Eltern geteilt werden – und mit einem Klick auf den privaten Terminkalender übertragen werden. Darüber hinaus beinhaltet der „Kita-Kompass“ die Möglichkeit zur internen Kommunikation für das Kita-Personal, als auch eine Chat-Funktion für den Austausch mit Eltern. Auch ein Umfrage-Tool ist in der Anwendung enthalten. Mit diesem kann das Kita-Team beispielsweise die Teilnahme an Veranstaltungen oder Meinungsbilder abfragen. Außerdem haben Eltern über die App die Möglichkeit, Abwesenheiten ihrer Kinder, z. B. aufgrund von Krankheiten, direkt an die Kita zu melden. Mit der App könnten rund 1.000 Erzieher*innen und rund 4.000 Eltern direkt und schnell erreicht werden. Beate Traeger, Abteilungsleiterin Kitas und Tagespflege der Stadt Aachen: „Gerade in Notsituationen, wie zum Beispiel einer Sturmwarnung, ein unschätzbarer Vorteil.“

Sprach- und Bildungsangebote

Im Modul „Sport- und Bildungsangebote“ werden Sport-, Bildungs- und Informationsangebote unterschiedlicher Anbieter*innen, u. a. Familienzentren, sowohl für Kinder, Eltern als auch Familien transparent gemacht und gebündelt. Mithilfe einer detaillierten Suchmaske werden passende Angebote für die Eltern leichter auffindbar. Der „Kita-Kompass“ leistet damit einen Beitrag zur Wahrnehmung des Bildungsauftrags sowie einen leichteren Zugang zu Bildungsangeboten für Familien. „Ziel ist es, dass Eltern so auch Angebote anderer Kitas oder Familienzentren wahrnehmen oder interessante Informationen und Termine von Anbietern außerhalb der städtischen Kitas“, so Traeger.

Erleichterte KiTa-Organisation

Der „Kita-Kompass“ schafft vor allem für die pädagogische Arbeit in der Kita einen deutlichen Mehrwert. Zum einen erleichtert er die Kita-Organisation im Alltag. Verwaltungstätigkeiten wie die Dokumentation von An- und Abwesenheiten, werden digital unterstützt und führen so zu Zeitersparnissen. Beate Traeger: „Dies erleichtert den Erzieher*innen die Arbeit wirklich. Vor allem die Übersicht über An- und Abwesenheiten der Kinder – auch in Vertretungssituationen –, die mit einem Blick erfasst werden kann.“ Langfristig sollen auch weitere Tätigkeiten durch den „Kita-Kompass“ unterstützt und Schnittstellen aufgebaut werden, um dem Kita-Personal die anfallenden Verwaltungsaufgaben zu erleichtern. Aber auch eine Übersetzungsfunktion ist angedacht. Für Sibylle Keupen ein wichtiges Feature: „So können auch Familien, in denen Deutsch nicht die Muttersprache ist, leichter am Kita-Alltag teilhaben.“

Auch die Elternarbeit, ebenfalls eine wichtige Aufgabe in den Einrichtungen, kann durch den „Kita-Kompass“ unterstützt werden: Eltern können sich bei Bedarf direkt an die zuständigen Erzieher*innen wenden. Ebenso können die Kita-Mitarbeiter*innen bei Bedarf direkten Kontakt mit den Eltern aufnehmen. Da organisatorische Themen mit dem „Kita-Kompass“ digital kommuniziert werden können, bleiben außerdem mehr Freiräume für den persönlichen Austausch zwischen Kita und Eltern. Kita-Leiterin Christina Haupt weiß: „Der direkte Kontakt zu den Familien bleibt erhalten. Die Eltern bringen und holen die Kinder ja weiterhin ab. Da bleibt nun sogar etwas mehr Zeit für ‚Tür-und-Angel‘-Gespräche.“

Der „Kita-Kompass“ steht den Kita-Leitungen als Webanwendung über den Browser im Netz der Stadt Aachen zur Verfügung. Für die Nutzung des „Kita-Kompass“ wird für jede Gruppe ein eigenes iPad angeschafft, die über das städtische Mobile Device Management verwaltet und mit dem „Kita-Kompass“ ausgestattet werden. Die Erzieher*innen-App des „Kita-Kompass“ ist nicht frei verfügbar, sondern wird individuell an die Kitas verteilt. Für die Eltern steht sowohl eine Android- als auch iOS-Version der Eltern-App in den jeweiligen App-Stores kostenfrei zum Download zur Verfügung. Für die Nutzung des geschützten Bereichs – „Kinderbetreuung“ sowie „Information und Kommunikation“ – müssen sich die Eltern bei der Kita anmelden. „Sport- und Bildungsangebote“ stehen allen interessierten Nutzer*innen ohne gesonderte Anmeldung zur Verfügung.

Bis 2024 sollen alle städtischen Einrichtungen die App nutzen können

Nach der erfolgreichen Testphase in den drei KiTas ist geplant, den „Kita-Kompass“ nun bis Ende 2024 in allen 56 städtischen Tageseinrichtungen für Kinder einzuführen. Noch in diesem Jahr werden – zusätzlich zum Betrieb in den drei Pilot-Kitas – 16 weitere Kitas mit dem „Kita-Kompass“ ausgestattet. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Das Land hat die Stadt mit rund 340.000 Euro unterstützt. Bisher hat die Stadt Aachen selbst rund 80.000 zusätzlich investiert.


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Sind vom neuen „Kita-Kompass“ überzeugt: Beate Traeger, Abteilungsleitung Kitas und Tagespflege, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Projektleiterin Christina Krüger und Kita-Leiterin Christina Haupt. © Stadt Aachen/Andreas Steindl


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