Gesamtschule

4. Aachener Gesamtschule offiziell eingeweiht

Die Schule hat ein richtungsweisendes Lernkonzept etabliert, für das nun genug Raum zur Verfügung steht. In nur 16 Monaten wurden alte Teile des Schulgebäudes aufwendig saniert, neue Gebäudebereiche kamen hinzu

Foto: © 4. Aachener Gesamtschule

Die offizielle Eröffnung der 4. Aachener Gesamtschule begann mit einem Donnerschlag – mit Geräuschen und Bewegungen von Schülerinnen und Schülern der 4. Aachener Gesamtschule szenisch umgesetzt. Er markierte den Neubeginn dieser „festen Größe in der Aachener Schullandschaft“, wie sie der Rektor der Schule, Hanno Bennemann in seiner Begrüßungsrede nannte: „Ich bin der Schulleiter dieser schönen Schule. Und da bin ich stolz drauf. Deshalb sage ich das so gern.“ Die Geschichte der 4. Aachener Gesamtschule ist eng mit Bennenmann verbunden: Er gab den Anstoß, am Standort Sandkaulstraße eine weitere Gesamtschule zu etablieren und dabei schwebte ihm auch ein Konzept vor, dass viel mit der Eigenständigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler zu tun hat, aber auch mit dem Heben des Potentials jedes Einzelnen. Komplett neue Unterrichtsformen und Lehrmethoden wurden in den vergangenen fünf Jahren an der Gesamtschule etabliert: „Wir haben ein Kollegium, dass sich traut, eigene Wege zu gehen, Schülerinnen und Schülern Vertrauen entgegen zu bringen. Die Kinder und Jugendlichen übernehmen Verantwortung für sich, für Andere, für die Umwelt und Gesellschaft.“ Schnell wurde klar, dass die bestehenden Gebäude zu klein sein würden für die noch wachsende Schule.

 

Gelungenes Zusammenwirken von Alt und Neu in der 4. Gesamtschule Aachen

Nun hat dieses Konzept hat mehr Platz, um sich zu entfalten, denn für die Klassen fünf bis acht wurde ein altes Gebäude umfangreich saniert, aus- und umgebaut, eine Mensa eingerichtet. Außerdem wurde noch eine neue Sporthalle errichtet. Aachens Bürgermeister Norbert Plum erinnerte an die fünf Jahre, die der Einweihung voraus gegangen sind: „Es war ein langer Weg bis zu dieser Einweihung. Aber es ist eine gelungene Verbindung aus gelungener Architektur und einem richtungsweisenden Unterrichtskonzept.“ Dazu waren rund 100 Firmen mit insgesamt 500 Bauhandwerkern nötig und rund 15 Millionen Euro wurden investiert, die Bauzeit betrug nur rund 16 Monate, obwohl auf dem Gelände archäologische Funde ausgegraben wurden, die den Zeitplan ein wenig eingebremst haben. Einige Teile der Schule sind auf den sprichwörtlich letzten Drücker fertig geworden, die neue Sporthalle geht nach den Herbstferien in Betrieb. „Es ist ein „gutes und spannendes neues Lebensumfeld für die Schülerinnen und Schüler entstanden, ein gelungenes Zusammenwirken von Alt- und Neubaubereichen“, so Plum.

 

Dem konnte Ralph Fleischhauer, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW nur zustimmen: „Hier sind ideale Rahmenbedingungen entstanden. Das Lernen verändert sich und das braucht neue Räume.“ Fleischhauer zitierte ein schwedisches Sprichwort, nachdem es drei Lehrer für Kinder gibt: „Die anderen Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer selbst und den Raum.“ Ähnlich mutig wie das Kollegium der 4. Aachener Gesamtschule seien Ende der 1960er Jahre die Lehrkräfte gewesen, die sich für die Idee der Gesamtschule stark machten.

 

Die Jugendlichen zeigten wie gut das Konzept der Schule funktioniert

Und damit die Schülerinnen und Schüler auch zeigen konnten, dass das Konzept der Schule funktioniert, wurden immer wieder kleine Szenen gespielt, die denpädagogischen Ansatz erläuterten, die Ideen und Programme erklärten. Bei der Musik von der Schulband „Das ganz O(H)R Projekt“ zeigten die Mädchen und Jungen ihr musikalisches Potential, bevor die Besucher der Einweihungsfeier das Schulgebäude wegweisende Schulgebäude besichtigen konnten.

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