Digitale Welten

Digitale Welten in der Stadtbibliothek Aachen

Digitale Welten gemeinsam vor Ort erleben. Die Stadtbibliothek Aachen bietet ein vielseitiges Angebot

  • Virtual Reality, ein Pressreader mit über 6000 Zeitungen und ein ansprechendes Leihsystem von eBooks bilden die neue „Digital Area“.
  • Die Bibliothek als digitale Erlebnis- und Lernwelt bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und stärkt die Gemeinschaft.
  • Die Verantwortlichen setzten auf ein vielseitiges Lern- und Freizeitangebot für alle Altersgruppen, das immer aktuell gehalten wird.

 

Virtual Reality in der Stadtbibliothek

Das Angebot von Virtual Reality in der Stadtbibliothek Aachen bietet jetzt für interessierte Besucher die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung eigenständig und ohne finanzielle Bindung eine neue Form der Wahrnehmung kennenzulernen. Bei dieser Technik tauchen die Besucher nämlich mittels einer speziellen VR-Brille in eine virtuelle Welt ein – es werden realitätsnahe Bilder dargestellt, die dem Nutzer vermitteln, selbst mitten im Geschehen zu sein.

Die Mitarbeiter der Bibliothek haben inzwischen eine Auswahl aus dem riesigen Angebot von Anwendungen getroffen: von simulierten Tauchgängen im Meer über virtuelle Erkundungen realer Orte – wie einer ägyptischen Grabkammer oder dem Mount Everest – bis hin zu dreidimensionalen Zeichenprogrammen oder Geschicklichkeitsspielen. Voraussetzungen für die eigenständige Nutzung sind der Besitz eines gültigen Benutzerausweises der Stadtbibliothek sowie ein Mindestalter von 16 Jahren.

Ein Team von Mitarbeitern der Stadtbibliothek hat sich mit der Technik und den VR-Anwendungen vertraut gemacht und führt dies an folgenden Schnupperterminen vor: Mittwoch, 19. Juni, von 16 bis 17 Uhr, Samstag, 29. Juni, 12 bis13 Uhr und Donnerstag, 4. Juli, 17 bis 18 Uhr. Eine Anmeldung zu diesen Terminen ist nicht erforderlich.

In „Digitale Welten“ wortwörtlich eintauchen. Das ist in der Stadtbibliothek Aachen bald möglich. Denn im neu eingerichteten „Virtual Reality-Bereich“ kann man tatsächlich mit den großen Raubfischen im Ozean schwimmen und neue Welten entdecken. Die ab Februar nutzbare Technologie ist nur eine der vielen Neuerungen in der „Digital Area“ der Stadtbibliothek, die Susanne Schwier, Beigeordnete für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport, und Bibliotheksleiter Manfred Sawallich am Donnerstag (24. Januar) vorstellten.

 

Digitale Angebote sichtbar machen

„Die Digitalisierung bestimmt alle unsere Lebensbereiche und die Veränderungen gehen immer schneller voran. Da muss auch eine Stadtbibliothek Schritt halten. Die Bibliothek entwickelt sich zu einer multimedialen Lern- und Erlebniswelt“, sagte Schwier. Es sei wichtig, dass alle digitalen Zugänge zu Medien möglich seien.

Machbar ist dies unter anderem durch finanzielle Unterstützung des Ministeriums Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt „Die Digitalen Welten“.

Wichtig ist den Verantwortlichen dabei auch die Präsentation dieser digitalen Welten: „Digitale Angebote sind oft schlicht nicht sichtbar. Das wollten wir ändern, und haben die Chance genutzt, diese Angebote ansprechend und für jeden Besucher greifbar zu gestalten“, sagte Bibliotheksleiter Sawallich.

 

Gemeinsames Erleben

Die „Digital Area“ hat eine hohe Aufenthaltsqualität, eine ansprechende Gestaltung. Was entscheidend ist, gerade bei den Jüngeren der täglich über 1000 Besucherinnen und Besuchern. „Denn bei aller Digitalisierung ist das Gemeinsame, das ‚ sich treffen‘ wertvoll. Sich zusammensetzen, sich austauschen und unterhalten in schöner, angenehmer Atmosphäre. Das ist wichtig und wird immer wichtiger, gerade bei zunehmender Digitalisierung“, sagte Schwier. Digitalisierung bedeute nicht automatisch, alleine zu Hause vor dem Bildschirm zu hocken. In der Stadtbibliothek wird das gemeinsame Erleben der digitalen Welten betont. In der bereits stark frequentierten „Youth Factory“ – dem eigenen Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche – werden gemeinsam Videospiele gespielt oder in Ruhe gelesen.

 

Zeitungen aus der ganzen Welt und eBooks per Mausklick

Neben dem Bereich „Virtual Reality“, in dem man auch den Mount Everest besteigen, durch den Kölner Dom oder eine Grabkammer im Tal der Könige wandern kann, beinhalten die Neuerungen auch den neuen „Pressreader“. Als ePaper liegen hier tagesaktuell über 6.000 Zeitungen und Magazine aus 100 Ländern in 60 Sprachen vor – von Ägypten bis Zypern, von Afrikaans bis Zulu. Bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus 150 Nationen kommt das Angebot bereits sehr gut an. Nach erstmaliger Anmeldung vor Ort kann auch zu Hause jeder Zeit auf den Pressreader zugegriffen werden. Die gewünschte Ausgabe ist dann sieben Tage lang abrufbar.

Der sogenannte „eCircle“ bietet die Möglichkeit, den gesamten eBook-Bestand der Bibliothek auf einem Bildschirm zu durchblättern und mit nur einem Klick auszuleihen. Das ausgewählte Buch ist dann sofort verfügbar. Der „ECircle“ bietet eine ansprechende Übersicht inklusive Buchcovern und detaillierten Informationen. In Aachen verzeichnet man über 77.000 eBook-Ausleihen von 2780 Nutzern im Jahr.

 

Vielseitiges digitales Angebot

Die neuen Anschaffungen bilden mit den bereits zahlreich vorhandenen Angeboten eine breite Palette digitaler Möglichkeiten in der Stadtbibliothek Aachen, die niederschwellig nutzbar sind.

An den „Digi-Bars“ in der dritten Etage der Stadtbibliothek Aachen können private Schallplatten, Audio- und VHS-Kassetten selbstständig auf CD oder DVD überspielt werden. Genauso bietet der leistungsstarke Aufsicht-Scanner die Chance, Bücher, Zeitungen oder Dokumente digital zu sichern.

Schatzsucher können sich außerdem auf die Suche nach dem Bibliothekseigenen Geocache machen – eine anspruchsvolle Schnitzeljagd. Für die ganz Kleinen gibt es zahlreichen digitalen Lesestoff, Audiosysteme und Lernspielzeug, das ausgeliehen oder in der Bibliothek genutzt werden kann. Das Angebot ist vielseitig und wird vom engagierten Bibliotheksteam auf dem neuesten Stand gehalten. Reinkommen und entdecken darf jeder. Und auch die regelmäßige Nutzung „Digitalen Welten“ ist einfach durch Vorlage eines Bibliotheksausweises möglich.


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Foto: pixabay.com


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