Breitrutsche

Sanierung Freibad Hangeweiher: Die neue Breitrutsche ist da

  • Per Spezialtransport ist die imposante Edelstahlkonstruktion vom sächsischen Döbeln nach Aachen geliefert worden.
  • Ein Schwerlastkran hat die 2,5 Tonnen schwere Rutsche auf das Gelände des Freibads Hangeweiher gehoben.
  • Letzte Montagearbeiten laufen. Verantwortliche sind sehr optimistisch, dass das Freibad wie geplant am 1. Mai wieder öffnet.

Fotos: © Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Frisch saniertes Freibad Hangeweiher öffnet am 1. Mai

27.4.2018: Es ist amtlich: Das Aachener Freibad Hangeweiher öffnet am Dienstag, 1. Mai, seine Pforten für die diesjährige Saison. Ab 7 Uhr stehen die beheizten Becken bereit, um zu schwimmen oder zu entspannen. Wie geplant konnten die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und letzte technische Abnahmen vorgenommen werden, sodass dem Badespaß nichts mehr im Wege steht. Nur noch wenige Restarbeiten im Randbereich der Anlage müssen in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden, die den Badebetrieb jedoch nicht beeinträchtigen. An Werktagen hat das Freibad ab 6.30 Uhr (montags ab 12 Uhr), an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 7 Uhr geöffnet. Bis 20 Uhr ist der Hangeweiher im Mai und von Anfang bis Mitte September auf; im Juni, Juli und August sogar bis 20.30 Uhr.

 

Es ist ein ungewollt nasses Vergnügen an diesem frühen Mittwochmorgen. Die Uhr zeigt 8.30 Uhr, als die imposante Edelstahlkonstruktion im Nieselregen auf das Gelände des Freibads Hangeweiher hineinschwebt und sanft auf dem Boden aufsetzt. Erleichterte Blicke bei den Verantwortlichen. Denn der aufwendige Transport der Breitrutsche – eine der neuen großen Attraktionen des Freibads – stellte bis zuletzt noch eine der großen Hürden dar, um das ambitionierte Ziel zu halten, dass das Freibad Hangeweiher pünktlich am 1. Mai wieder seine Pforten öffnen kann.

 

Erfolgreiche Durchströmungstests

„Jetzt sind wir äußerst zuversichtlich, dass wir das anvisierte Eröffnungsdatum auch wirklich einhalten“, sagt Projektleiter Martin Lambertz vom städtischen Gebäudemanagement zufrieden beim Blick auf das vier Meter breite, gut zwölf Meter lange und 2,5 Tonnen schwere Rutschengestell. Die Montage soll im Laufe des heutigen Mittwoch abgeschlossen sein. Die Durchströmungstests der beiden neuen Edelstahlbecken verliefen bereits erfolgreich. Letzte technische Abnahmen und die Ergebnisse der Wasserproben werden bis Ende der Woche folgen, dann kann auch ganz offiziell gesagt werden: Das Freibad öffnet am 1. Mai.

 

Per Spezialtransport hat sich die Breitrutsche am Montagabend, 23. April, auf den 600 Kilometer langen Weg vom sächsischen Döbeln nach Aachen gemacht. Pünktlich um 6 Uhr traf der Transport am Mittwochmorgen am Hangeweiher ein. In einem ersten Schritt wurde die Rutsche dann zunächst mit einem Schwerlastkran über das Eingangstor des Kaiser-Friedrich-Parks gehoben. Anschließend fuhr ein Lkw die Rutsche an das Freibadgelände heran, von wo aus der Kran erneut zum Einsatz kam und die Breitrutsche am Beckenrand positionierte.

 

Breitrutsche

Neben so genannten „Wasserbrubblern“ und Massagedüsen versprechen vor allem die eigens konzipierten vier Wasserkanonen im Nichtschwimmerbecken jede Menge Gaudi. Bis zu 17 Meter hoch schießen die Fontänen in die Luft.
© Stadt Aachen / Stefan Herrmann

„Wir sind froh, dass der Transport so gut geklappt hat“, zog Lambertz ein erstes positives Fazit. Insgesamt 15 Genehmigungen von Behörden waren notwendig, um den Spezialtransport quer durch die Republik zu realisieren. Nur wenige Unternehmen in Deutschland bieten überhaupt solche Spezialanfertigungen an. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Firma atlantics GmbH aus Döbeln schließlich den Auftrag.

 

Bis zu 17 Meter hohe Wasserfontänen

Neben der Breitrutsche können sich Besucher auf weitere neue Attraktionen im Freibad freuen. Neben so genannten „Wasserbrubblern“ und Massagedüsen versprechen vor allem die eigens konzipierten vier Wasserkanonen im Nichtschwimmerbecken jede Menge Gaudi. Bis zu 17 Meter hoch schießen die Fontänen in die Luft.

 

Die Stadt Aachen saniert seit September 2017 die beliebte Anlage im Aachener Süden für 2,7 Millionen Euro. So sind unter anderem neue Edelstahlbecken eingesetzt worden. Abdeckungen fahren in Zukunft nachts über die Wasserflächen und schützen die Becken so vor Verschmutzung und halten auch die Wärme im Wasser. Ein neues Planschbecken samt Bachlauf und angrenzenden Spielflächen dürfte vor allem bei den kleinsten Badegästen hoch im Kurs stehen. In einer ersten Sanierungsphase vor drei Jahren sind bereits für 2,1 Millionen Euro die Filteranlagen des Freibads und die gesamte Technik erneuert worden.

 

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